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Gastlyrik - Sommergedichte

Gastlyrik - Gedanken und Gedichte neuzeitlicher Autoren zur Jahreszeit Sommer.

Palmeninsel im Meer
Foto: Schäferle / pixabay.com

Mein Dank gilt allen mitwirkenden Autoren die mir ihre Gedichte

zur Jahreszeit Sommer zur Verfügung gestellt haben.


Mitwirkende Autoren

Elke Bräunling, Eleonore Görges, Hansjürgen Katzer, Mara Krovecs,

Gerhard W. Meibers, Christiane Mielck, Ursula Zeller, Traudel Zölffel

Gedichte oben genannter Autoren

Blütezeit
von Hansjürgen Katzer

Ein verrückter Sommerwettertag
von Elke Bräunling

es war sommer
von Gerhard W. Meibers

Morgengold
von Elke Bräunling

 

Sommerimpression
von Christiane Mielck

Spätsommertag
von Ursula Zeller

Tanz im Wind
von Eleonore Görges

Wenn Schmetterlinge ...
von Traudel Zoelffel

Wo Mädchensommer
von Mara Krovecs

 

 

Bitte beachten:
Das Copyright der Texte liegt bei den jeweiligen Autoren!


Hansjürgen Katzer
Blütezeit

Der Sommer sitzt auf grünem Strauch
der roten Heckenrosen,
die sich im lauen Abendwind,
so zärtlich noch liebkosen.

Aus Blüten dringt ihr herrlich´ Duft,
verzaubert selbst die Bienen,
die gestern noch am Himbeerbusch
ganz glücklich uns erschienen.

So birgt der Juli wie ein Traum,
gar wunderbare Lüste.
Ein Freudenquell, gar immerfort.
Er, der die Rosen küsste.

Eleonore Görges
Tanz im Wind

Ich weiß noch…
damals…
als ich im Sommerwind tanzte ~

er spielte mit meinem Haar
und meiner Seele,
jeder Schritt so leicht,
wie das verliebte Herz,
das nur für dich schlug.

Du trugst mich in den Wind…
seine lauen Lüfte
tragen mich noch heute.

Elke Bräunling
Morgengold

Zögernd zart und still und leise,
schamhaft, auf bescheidne Weise,
so, als ob er sich noch scheute,
bahnt der Tag den Weg sich heute.

Und die Elfen singen heiter
ihre Träumelieder weiter,
senden sommersüße Düfte
in des Morgens Nebellüfte.

Fröhlich drehn sie sich zum Tanze.
In des Morgengoldes Glanze
schwirren, flirren sie im Grase,
flispern, kichern leis‘ zum Spaße.

Da erwacht hinter den Bäumen
nun die Sonne aus den Träumen.
Gleich macht sie sich auf die Reise …
und im Wald wird’s wieder leise.

Ursula Zeller
Spätsommertag

Ein Windhauch durch die Bäume weht,
Der Himmel blau, die Wölkchen ziehn.
Die Sonne hoch am Himnel steht,
im Garten bunte Blumen blühn.'

Mir ist so wohlig warm ums Herz,
die Schöpfung - was für ein Geschenk!
Sei es September oder März,
an jede Wohltat ich gern denk.'

Wenn auch die Welt sich unruhig zeigt,
glaub' ich doch tief an Gottes Gnad'.
Er ist uns Menschen zugeneigt
und schenkt uns neue frische Saat.

So blüht die Hoffnung, wächst die Freud'
in jedem Mensch, in jedem Kind.
Das Gestern war - es gilt das Heut',
in dem manch kleine Wunder sind.

Christiane Mielck
Sommerimpression

Die Lerche
über Ährenwogen
trällert Jugendsommerträume
in den warmen Duft
der Erinnerung.

Feldstaubiges Treten
zwischen Kamille und Kraut
begleitet
ein Schmetterlingsschlag.

Flimmernde Gestalten
entsteigen dem Acker
in die schwüle Luft,
verschwimmen in einem
traumhaften Tanz.

Traudel Zölffel
Wenn Schmetterlinge lauschen

es sitzt ein
schöner
schmetterling
im rasen
so verzückt
die flügel zu
die fühler hoch
das ganze wirkt
entrückt

was er da hört
ich ahn es wohl
grasharfe wird
gespielt
von wem
das weiß
der sommer nur
ich hab den
wind gefühlt 

Bläuling auf gelber Blüte
Foto: fotopirat / pixabay.com

Gerhard-W-Meibers
es war sommer

damals
als wir
auf den Wassern
tanzten
die boote
mit atem füllten
streiften wir
den horizont
erzählten ihm
von unseren träumen
und erklommen
die inseln
um uns festzuhalten
für kurze zeit
denn
es war sommer

Mara Krovecs
Wo die Mädchensommer wohnen

Wer fing die meisten Wolken
 im Schaukeln
wenn die Haare flogen
aus dem Engelsozean
auf des Königs Wiesen
rauf und runter
immer höher
bis wir schrieen:
„Spring“!

zwei Ranzen
wie verheiratet
in der Sandkiste
der Himmel blau
und blau
und blau
wie nass
aus dem Tuschkasten
gepinselt

weiße Söckchen
in flinken
fliegenden
Sandalen
über und zwischen und unter
dem Gummitwist
wenn unsere Beine wirbelten
tanzten unsere Zöpfe
Cha Cha Cha
dann
wenn die lichtspuckende Sonne
funkelte
auf die Himbeerdrops
zwischen
unseren Wackelzähnen
und wir schwatzten
und schwatzten
und schwatzten

sommerendloses
Trödeln
auf dem Heimweg
und Schnecken sammeln
zwischen den Gräsern
wie wilde Beeren
den frechen Jungen
hinter dem Zaun
die Zunge ausgestreckt

mit niemandem konnte ich
so geheimnisvoll flüstern
wie mit dir

Sauerampfer
in klebrigen Händen
sahen wir
die dunklen Wolken nicht
die Blitze und Donner
wie Konfetti warfen?
unsere Antwort war Kreischen
und Rennen
und Lachen
Hand in Hand
segelten wir
über die Wiese
über die Straßen
zwischen die Blöcke hindurch
nach Hause
Sommerregen
steckte uns in schauertrinkende
Sandalen
am Ende von storchdünnen
Mädchenbeinen
schnatternde Himbeermünder
und Blumenkränze
im Haar.
aus rotem Klee.

Mädchensommer
Kribbeln in meinen Füßen
denn da spüre ich sie immer noch
direkt unter der Fußsohle
das weiche Gras
voller Sonne
und das Hüpfen
in den Sandalen
hinein
Beine gegrätscht
und zurück
nach außen gesprungen
das Gummi drehend umschlungen
und raus.

Elke Bräunling
Ein verrückter Sommerwettertag

Vorhang auf, die Sonne scheint,
die Luft ist frisch und klar.
Schnell!
Vorhang zu, der Himmel weint,
die Wolken sind nun da.
Auf und zu, mal hell, mal nass,
was für ein Sommertag ist das?
Das Wetter tanzt den Narrentanz
mit Regengrau und Sonnenglanz.
Am besten ist’s, wir tanzen mit,
denn das macht Spaß und hält auch fit.

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