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Neue Texte zur Naturlyrik

Die Rubrik Naturlyrik beinhaltet von Jahreszeiten unabhängige Gedichte über die Tier- und Pflanzenwelt.

Katzen und Hunde
Bild: Gellinger / pixabay.com

Naturgedichte

Tiergedichte

Diese humorvollen Gedichte zum Thema Natur "Pfui Spinne", "Sonnenstich", "Fliegentaxi" und "Mein lieber Mond"  finden Sie unter Gedichte zum Schmunzeln.

Der Wind streift durch das Rosenbeet

und umweht

die Knospe, die Blüte und die, die vergeht!

Anita Menger

Am Bachufer
Anita Menger

Verzweifelt krallst du dich im Erdreich fest,
das Ufer bröckelt, findest kaum noch Halt.
Du fühlst dass dich die Kraft schon bald verlässt,
der Abendwind umweht dich eisigkalt.

Ich seh dich hier an dieser Böschung stehen,
die stolz erhobne Krone reich belaubt.
Alljährlich deine Blätter neu entstehen
die dir der Herbstwind immer wieder raubt.

Aus einem Bäumchen wuchs ein starker Baum.
Wir schulden dir all unsre Dankbarkeit.
Gibst Sauerstoff, bist wicht´ger Lebensraum,
hast Mensch und Tier gedient zu jeder Zeit.

Nun strebt dein Haupt dem andren Ufer zu,
dein Stamm wird einer hölzern Brücke gleich.
Du findest bald schon deine letzte Ruh
wo du gewirkt – für uns so segensreich.

Morgenrot
Anita Menger

Gefiederte Sänger verkünden
das große Finale der Nacht.
Wenn dort in den östlichen Breiten
rotglühend der Morgen erwacht
erhält er das Zepter der Macht
und beendet das nächtliche Schweigen.

Die Meise
Anita Menger

Zauberhafte kleine Meise,
lass dich doch von nah besehen.
Ich verhalt mich auch ganz leise,
will auf Zehenspitzen gehen
um dich nur nicht zu erschrecken.
Da – ein Knacken unterm Schuh,
eins, zwei drei und fort bist du.
Kann dich nirgends mehr entdecken.

Eisvogel
Foto: Peashooter / pixelio.de

Mystischer Schwan
Anita Menger

Und wieder einmal zieht er still
und majestätisch seine Bahn.
Das faszinierend schöne Tier
schlägt mich erneut in seinen Bann.

Mag ihn, auch ob der Treue, die
er lebenslang dem Partner hält.
Doch das was mich gefangen nimmt
ist die Magie der Sagenwelt.

Grad jetzt, da helles Sonnenlicht
den Mythenglanz am See entfacht,
frag ich mich ob nicht dieser Schwan
das Wasserelfenreich bewacht.

Die Nachtigall
Anita Menger

Das Federkleid der Nachtigall
ist schlicht und unscheinbar.
Doch wer sie einmal singen hört
so unverwechselbar
virtuos und glockenklar,
verehrt die kleine Sängerin,
nimmt ihren Zauber wahr.

Die Rose
Anita Menger

Als ich mich stach an ihrem Dorn
schrie ich laut auf und war voll Zorn.
Da weht´ ihr süßer Duft heran,
umschmeichelte mich zart.
Ich sah sie wie erwachend an -
seither bin ich ihr zugetan,
voll Lob für ihre Art.

Schmetterling Kleiner Fuchs auf lilafarbener Blüte
Foto: Angelika Wolter / pixelio.de

Rosenzauber
Anita Menger

Die Sonne hat frühmorgens
den neuen Tag begrüßt
und strahlend, voller Wärme
die Rose wachgeküsst.

Die zarte Rosenknospe
entfaltet ihre Pracht,
wird Königin des Sommers,
begeistert Tag und Nacht.

Die edle Rosenblüte
wiegt sich im Sonnenschein.
In warmen Sommernächten
hüllt süß ihr Duft uns ein.

Ist ihre Zeit gekommen,
da sie verwelken muss,
verwahrt sie ihren Zauber
und träumt vom Sonnenkuss.

Am Elfenteich
Anita Menger

Geheimnisvoll wirkt dieser Teich
in morgendlichem Schweigen.
Ich wähne mich im Feenreich
wo Elfen sich verneigen
die, nach durchtanzter Sommernacht,
in das Gewässer steigen.

Am Ufer stehen Tag und Nacht
in trautem Einvernehmen.
Das Einhorn, das den Ort bewacht
verblasst: Ein weißer Schemen
sich aufbäumend im Mythenwind.
Die Nacht muss Abschied nehmen.

Kornblume
Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de

Grüne Wüsten
Anita Menger

Weites Land der grünen Wiesen,
für uns Menschen Augenschmaus.
Hummeln sehn nur karge Wüsten.
"Kommen sie hier lebend raus?"

Für uns Menschen Augenschmaus,
grün - soweit du schauen kannst.
"Kommen wir hier lebend raus?"
fragen Hummeln voller Angst.

Grün - soweit du schauen kannst.
Nicht ein Blümchen leuchtet rot.
Hummelherzen voller Angst,
finden hier kein Täglich Brot.

Nicht ein Blümchen leuchtet rot.
Hummeln sehn nur karge Wüsten,
finden hier kein Täglich Brot.
Weites Land der grünen Wiesen!

Sonnenuntergang
Anita Menger

Es eilt die Zeit, sie hetzt und rennt
im Eifer zu vergehen.
Doch diesem magischen Moment,
da rotglühend der Himmel brennt,
kann sie nicht widerstehen
und bleibt verzaubert stehen.

Hummelflug
Anita Menger

Die Hummel kann zwar fliegen,
doch nimmt man es genau
ist´s eigentlich unmöglich
mit diesem Körperbau.

Für ihre kleinen Flügel,
hat sie zu viel Gewicht,
das passt nach den Gesetzen
der Aer´dynamik nicht.

Doch wäre nun der Hummel
der Sachverhalt bekannt,
erreichte sie dann krabbelnd
den nächsten Blütenrand?

Viel lieber will ich glauben,
dass sie ihn ignoriert
und es trotz aller Ängste
und Zweifel ausprobiert.

Wie fliegt nun unsre Hummel?
Sie nutzt die Auftriebskraft.
Rasantes Flügelschlagen
mehr Aufwind ihr verschafft.

So kommt es, dass sie flatternd
am süßen Nektar nascht
und uns mit ihrem Können
bis heute überrascht.

Rotkehlchen
Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de

Waldfriedhof
Anita Menger

Gespenstisches Totengrau
inmitten
grünender Natur.

Entwurzelt
geknickt
verrottend.

Aus der Erde ragende
Überreste

Am Rande
stirbt das Lachen
angesichts
der Wahrheit.

Die Parkbank
Anita Menger

Mein lieber Freund wir haben viel gemeinsam,
wir beide sind aus allerbestem Holz.
Ich steh seit Jahren hier, bin niemals einsam,
denn du bist da, verwurzelt, stark und stolz.

Gibt Menschen die an uns vorüber eilen,
doch manche setzen sich zur kurzen Rast.
Du spendest Schatten denen die verweilen
und meine Bretter tragen ihre Last.

So viele Worte sind hier schon verklungen,
mal leis, mal laut war es an unsrem Ort.
Es haben Tränen manchmal mitgeschwungen,
doch oft war´s auch ein zärtlich Liebeswort.

So sind wir zwei in unsrem Tun verbunden,
in trüben, wie in glücklich, frohen Stunden.

Distelsamen vom Wind verweht
Foto: angieconscious / pixelio.de

Am Gipfelkreuz
Anita Menger

Die ganze Welt liegt dir zu Füßen,
du hast das Gipfelkreuz erreicht.
Still diesen Augenblick genießen
und stolz ins Tal hinab zu grüßen, 
gibt´s ein Gefühl, das diesem gleicht?

Schmetterlinge
Anita Menger

Distelfalter - Landkärtchen,
Pfauenauge, Admiral
trafen sich in uns´rem Gärtchen
dieses Jahr in großer Zahl.

An dem schönen Sommerflieder
sah ich sie beim Stelldichein.
Auch am Wasserdost dann wieder
tanzten sie im Sonnenschein.

Um die Arten zu erkennen
schlich ich nah an sie heran.
Wollt´ sie doch beim Namen nennen
so ich ihn euch sagen kann.

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