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Gastlyrik Winter- und Weihnachten

Gastlyrik - Gedichte und Gedanken neuzeitlicher Autoren zum Thema Winter und Weihnachten. Lassen sie sich von den stimmungsvollen Texten bezaubern.

Mein Dank gilt allen mitwirkenden Autoren die mir ihre Winter- und Weihnachtstexte zur Verfügung gestellt haben.

Kahle Bäume im Winter
Foto: gwalter / pixabay.com
Verschneiter See im Winter
Foto: werner22brigitte / pixabay.com
Eine Frau wandert durch Winterlandschaft
Foto: AlainAudet / pixabay.com

Mitwirkende Autoren von A - F

Schneefühlen

November

Gottlose Christmette  

Stille Winterzeit 

Verschneite Birke 

Weihnachtsgedanken

Estrella de Canela

Der Wunschzettel

Heiligabend

Wenn ... 

Advent

Zeit im Gondelstern ,,,

Kälte 

O du fröhliche  

Schneeflöckenreise 

Winterhaiku 

Der erste Schnee   

Estrella de Canela

Der Weihnachtsmann 

Weiße Weihnacht

Hoffnung

Weihnacht des Obdachlosen

Helga Bauer 
Zeit im Gondelstern zu fliegen​

Zeit im Gondelstern zu fliegen
Winterfahrt im Karussell
Pfefferkuchenpflaster liegen
Mondbeleuchtet, glänzend hell

auf dem Marktplatz dicht und rund
blank in kalter Abendluft
Traubenfrucht an manchem Mund
glühweinschwer im Zimtenduft

Nostalgie im Lichterflimmer
Spielzeugbuden, Bratwurststände
kugelroter Tannenschimmer
taschenvolle Elternhände

Leiern auch die alten Lieder
viel zu laut und viel zu schnell
dringen sie ins Herz mir wieder …
Jahresendzeitkarussell

dreht im Trubel letzter Tage
seine Runden immerzu
Weihnachtszeit ist’s - ohne Frage

… und ich schaue einsam zu

Helga Bauer 
Schneefühlen

Lass vom Laternenlicht umhüllen
die Schritte, die du lautlos setzt,
vom Winterglanz die Spuren füllen
im Heute, Hier, im Sein und Jetzt.

So weiß bedeckt erstrahlt ein Hoffen
und unterm Flockennachtkostüm,
dem wiesenweit die Säume offen,
verschenkt sich windwärts Schneeparfüm.

Blick durch Fenster auf Weihnachtsmarkt
Bild: Gellinger / pixabay.com

Hannelore Furch
Advent

Advent erreicht den Zug der Zeit
und tritt mit sanftem Gruß
heraus aus stiller Ewigkeit
und reist auf leisem Fuß

hinein ins laute Glitzerland
und zeigt dem Narren hier
als Gegensatz sein Festgewand
in alter schlichter Zier.

Er duldet gern den Tannenbaum,
geschmückt als Sternenzelt,
und hängt hinein den schönen Traum
vom Frieden in der Welt.

 

 

Hannelore Furch
Weihnacht des Obdachlosen

Er war alt und allein
hat in Heiliger Nacht
leere Straßen bewacht,
doch im zarten Design
kam als Zeichen der Zeit
ihm ein Schneestern geschneit.

Diesen fing er gewandt
wollte schauen im Licht 
in das zarte Gesicht,
doch in wärmender Hand
war ein Wasserfleck drin
und der Stern längst dahin.

Brian
Kälte

Die Strasssteine auf
meinen Wimpern
sind erstarrt,
das Licht des Nordens
leuchtet mir nicht.
der letzte Stern
ist erloschen.

Weihnachtsmotiv Winterliche Landschaft - Beleuchtetes Haus -  Heller Stern
Bild: geralt / pixabay.com

Brian
November

Nebel durchtränkt
fröstelnd
die Wälder

Der Horizont
verschleiert in
nicht greifbarer Ferne.

Die Dunkelheit
verliert nicht,
nur weil du da bist,

dennoch fühle
ich deine
warme Hand.

SergeD.
O du fröhliche ...!
Ein Advents(sonetten)kranz

1. Tannenzweig

Die Osterhasen steh'n in den Regalen
in jedem gut sortierten Warenhaus -
vielleicht ein bißchen ihrer Zeit voraus,
doch ganz im Trend, dem internationalen.

Die Eier mit den lustig bunten Schalen
gibt's ebenfalls bereits und - Ei der Daus! -
gleich links vom letzten Schoko-Nikolaus,
dem überalterten Regalrivalen.

Und auf den Sondertischen im Parterre
erwarten Pullis, Socken und Krawatten
ideenlose Freunde, Kinder, Gatten;
denn über sowas freut sich jeder Herr.

Auch Bücher liegen meterhoch bereit.
Dann ist es also wieder 'mal soweit!

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2. Tannenzweig

Dann ist es also wieder 'mal soweit.
Wir kaufen wieder Gruß- und Glückwunschkarten
und spenden für den Kongokindergarten;
auch ausgesetzte Tiere tun uns leid.

Wir sagen allen noch einmal Bescheid,
daß wir auch heuer kein Geschenk erwarten -
und kaufen doch - sonst sind wir die Genarrten -
für jeden heimlich eine Kleinigkeit.

Wir blicken, um im Voraus schon zu planen,
rechtzeitig - sonst wird's wieder so gehetzt! -
schon jetzt in den Kalender - und wir ahnen:
Wie jedes Jahr gibt's Streß hoch drei zuletzt!

Es hilft nichts - ob es regnet oder schneit:
auch heuer naht die schöne Weihnachtszeit.

-

3. Tannenzweig

Auch heuer naht die schöne Weihnachtszeit.
Doch hast seit deinen fernen Kinderjahren
du einmal diese Zeit als "schön" erfahren,
als "still" und Anlaß zur Besinnlichkeit?

Gut, damals hat's dezembers noch geschneit
und in der Küche roch's nach wunderbaren
Naschsachen, die gebacken worden waren -
und leider dann versteckt zur Sicherheit ...

Heut' gehst im Supermarkt du ohne Qualen
und Gier vorüber an Adventskalendern.
Kann einen doch das Alter so verändern?!

Besagt das Wort "Advent" denn mittlerweile
für dich nur noch vier Wochen voller Eile -
mit dieser Ixmäsparty, der finalen?

-

4. Tannenzweig

Mit dieser Ixmäsparty, der finalen,
hab ich für meinen Teil, wie's grad so gut
"kuhl-neudeutsch" heute heißt, nicht viel am Hut.
Ich häng zu sehr an alten Idealen

von Weihnacht, ja vielleicht auch Ritualen,
und ich gesteh: mir ist nach Spei'n zumut,
wenn "Hou-hou-hou"-Fäns voller Übermut
mit Weihnachtsmann und Rentier Rudi prahlen.

Den Grund für Weihnacht kennt heut' jedes Kind:
daß Rentiere gemustert worden sind;
und eins muss es mit roter Nase malen!
Ja, und Geschenke gibt's natürlich auch!

Da fällt mir ein, daß ich noch welche brauch!
Auf denn in den Adventsstreß, den totalen!

-

5. Tannenzweig

Auf denn in den Adventsstreß, den totalen!
Die Läden haben jetzt rund um die Uhr
geöffnet, doch die Leute rennen stur
just dann hin, wenn auch ich dort bin! Vandalen!

Und wo sind die Geschenke für den schmalen
Geldbeutel? Ist doch alles Luxus pur!
Von Wirtschaftskrise, Armut keine Spur,
solang es Leute gibt, die das bezahlen!

Zehn Cent pro Nadel bei den Weihnachtsbäumen,
wenn ich mir das so recht zusammenreim' ....
Nee, Kinders, nicht mit mir! Ich schlepp mich heim,

todmüd, ins Bett und seh in meinen Träumen
die Läden menschenleer, ganz mir geweiht,
wo's Sonderangebote nur so schneit.

-

6. Tannenzweig

Wo's Sonderangebote nur so schneit,
da drängeln jetzt sich wahre Menschenmassen.
Ein Weihnachtsschnäppchen darf man nicht verpassen;
das täte einem sonst ein Jahr lang leid!

Längst geben ja Statistiken Bescheid,
daß süßer nie im Jahr die Ladenkassen
erklingen als beim Weihnachtsgeldverprassen.
Und jeder, staun' ich, hat dafür die Zeit!

Nimmt jeder für den Weihnachtseinkaufsbummel
sich Urlaub? Oder woher kommt der Rummel?
Sind etwa all die Leute arbeitslos

und wollen sich im Kaufhaus wärmen bloß?
Doch flösse dann der Geldstrom wohl so breit?
Im Kaufhaus heißt es jetzt: Die Tor' macht weit!

-

7. Tannenzweig

Im Kaufhaus heißt es jetzt: Die Tor' macht weit!
Zwar müssen offiziell wir alle sparen,
doch sind zum Christfest, wie in all den Jahren
zuvor, wir unverändert kaufbereit.

An Weihnacht schenkt man eine Kleinigkeit -
aus Tradition! Die wollen wir bewahren!
Und an Silvester ballernd offenbaren,
daß unser Geiz noch nicht zum Himmel schreit!

Jetzt ist der Zeitpunkt nicht, um schwarzzumalen!
Mag's kriseln auch im Westen wie im Osten:
wir lassen uns den Jahresschluß was kosten!

Noch haben wir Kredit! Naja, und brennt's, dann -
pah! - melden wir, wie alle, Insolvenz an!
Die Kassen auf! Das Christkind möchte zahlen!

-

8. Tannenzweig

Die Kassen auf! Das Christkind möchte zahlen!
Zwar sitzt das Geld jetzt locker - doch wofür?
Carreras hofft, daß Leukämie uns rühr',
und nach wie vor herrscht Hunger in Bengalen.

Hauptsache: Augen zu vor der fatalen
Erkenntnis: Armut gibt's gleich vor der Tür!
Doch dafür fehlt uns leider das Gespür.
Zudem: wer hilft schon gerne Asozialen?!

Nee, also bitte! Diese Obdachlosen!
Stets unrasiert und trinken Bier aus Dosen!
Die geh'n doch uns nichts an! Und überhaupt:

Die kriegen ja vom Staat genug Hartz-Vier!
Da soll sich sonstwer kümmern drum, nicht wir!
Das Christkind? Fest der Liebe? Nun, wer's glaubt ...

-

9. Tannenzweig

Das Christkind? Fest der Liebe? Nun, wer's glaubt ...
Daß einmal weltweit Frieden möglich wäre,
bleibt ewig Hirngespinst nur und Chimäre.
Nein, dieser Hoffnung sind wir längst beraubt.

Die Kriegsgefahr vielmehr stets höher schraubt
Profit- und Machtgier, deklariert als Ehre
und konsequent vertret'ne Glaubenslehre. -
Nur ist das Wort "Krieg" niemandem erlaubt.

Und da es nicht um "Krieg" geht, kann man Truppen
bedenkenlos auch in der Weihnachtszeit
zum Beispiel nach Afghanistan verlegen.

Verschickt auch manches Kaufhaus doch jetzt Puppen,
zum Einsatz an der Spielzeugfront bereit!
Das Ganze ist ja mehr der Kinder wegen ...

-

10. Tannenzweig

Das Ganze ist ja mehr der Kinder wegen:
Baum, Lichter, Sterne, Festdekoration,
Geschenke - eine schöne Illusion.
Die Wirklichkeit sieht anders aus hingegen.

Im Grund wohl nur der Kinder wegen pflegen
wir diese überholte Tradition.
Wer - als Erwachs'ner - glaubt ans Christkind schon?
Doch freilich kommt der Urlaub uns gelegen:

Man kann den Lieben an den Feiertagen
sich widmen, füllt sich nährstoffreich den Magen
und darf schon 'mal ein Jahresfazit zieh'n -

Indes die Kinder angesichts der vielen
Geschenke nicht mehr wissen, womit spielen.
Der Spaß muß weitergeh'n nach Hellowien!

-

11. Tannenzweig

Der Spaß muss weitergeh'n nach Hellowien!
Besinnlich sein zur Weihnachtszeit? Oh Mann!
Was bringt denn das? Nee, nee, wir wollen Fann!
Zum Glück ist uns Amerika verlieh'n

als Vorbild, und was immer dort erschien
an Blödsinn, eignen wir uns eifrigst an,
damit uns keiner unkuhl nennen kann.
Wir Deutschen sind als spießig ja verschrie'n:

Ein Volk von Dichtern, Denkern, Sauertöpfen,
das stolz ist auf die eigene Kultur!
Der kennt uns schlecht, der das noch von uns glaubt!

Wir sind ein Volk von hohlen Kürbisköpfen
und woll'n auch im Advent Vergnügen pur!
Jetzt ist das Rentier dran, das lustig schnaubt!

-

12. Tannenzweig

Jetzt ist das Rentier dran, das lustig schnaubt,
die Nase schon ganz rot vom Glühweinsaufen,
indes sich hinterm Coladosenhaufen
der Weihnachtsmann ein Nickerchen erlaubt.

Denn jene Story ist doch längst verstaubt
von Tscho und Märy, die nach Dingsbums laufen!
Sie Jungfrau, will die Kirche uns verkaufen,
und schwanger! Als ob sowas jemand glaubt!

Nee, also Weihnachtsevangelium
und -predigt und der Papst ist uns zu dumm
mit seinem Hundert-Sprachen-Fernsehsegen ...

Wir wollen auch an Weihnacht fröhlich sein
und hören lieber Englisch als Latein:
Ould Sänta bellt uns "Hou-hou-hou!" entgegen.

-

13. Tannenzweig

Ould Sänta bellt uns "Hou-hou-hou!" entgegen
am Eingang jetzt von jedem Warenhaus.
Am würdevollen alten Nikolaus
ist König Kunde heut' nicht mehr gelegen.

An Säntas Seite geht auf allen Wegen
das Rentier Rudi mit uns ein und aus.
Und sicher spendet bald schon Mickymaus
anstatt des Papstes uns den Weihnachtssegen.

Ist früher stimmungsvoll ein' Ros' entsprungen,
Besinnlich-stilles im Advent erklungen,
gab's Herzerwärm-Geschichten am Kamin,

so ändert heutzutage der Advent
fast nichts am Jahresdauerdiscotrend:
Zeit wieder, sich "Läst Christmäs" reinzuzieh'n!

-

14. Tannenzweig

Zeit wieder, sich "Läst Christmäs" reinzuzieh'n,
im Weihnachtseinkaufsrummel mitzuhetzen,
Grußkarten jenen Leuten, die wir schätzen,
zu schreiben, dann noch rasch ein Arzttermin ...

Alljährlich wieder will man davor flieh'n,
erwägt, sich in die Südsee abzusetzen,
die Mitspielregel einfach zu verletzen.
Und wenn nicht Südsee, dann vielleicht Tessin?

Doch ob bei Lappen oder Kannibalen,
am Nord-, Süd-, Westpol oder anderswo:
wohin du auch vorm Weihnachtstrubel fliehst -

du kannst dir sicher sein, es käme so:
Du trittst in einen Laden dort uns siehst:
Die Osterhasen steh'n in den Regalen!

-

Adventskranz

Die Osterhasen steh'n in den Regalen.
Dann ist es also wieder 'mal soweit:
Auch heuer naht die schöne Weihnachtszeit
mit dieser Ixmäsparty, der finalen.

Auf denn in den Adventsstreß, den totalen,
wo's Sonderangebote nur so schneit!
Im Kaufhaus heißt es jetzt: Die Tor' macht weit,
die Kassen auf: das Christkind möchte zahlen!

Das Christkind? Fest der Liebe? Nun, wer's glaubt ...
Das Ganze ist ja mehr der Kinder wegen:
der Spaß muß weitergeh'n nach Hellowien!

Jetzt ist das Rentier dran, das lustig schnaubt.
Ould Sänta bellt uns "Hou-hou-hou!" entgegen -
Zeit wieder, sich "Läst Christmäs" reinzuzieh'n!

Serge D.
Gottlose Christmette
(ein ungläubiger Sonettenkranz)

I

Die Stadt liegt still in tiefem Weihnachtsschweigen,
als fände sie, erschöpft, nach langer Zeit
der Hektik endlich nun Gelegenheit,
sich auszuruh'n. Den leeren Straßen zeigen

umsonst die Ampeln ihren Farbenreigen:
kein Auto, kein Passant mehr weit und breit.
Nur einer schlendert durch die Einsamkeit …
Nun ja: der war schon immer etwas eigen …

Wo will denn der noch hin? Zur Weihnachtsmette?
Was freilich keinen rechten Sinn mehr hätte;
denn die ist bald zu Ende. Oder flieht
der Kauz vor X-mas-shows und Star-Gefunkel?

Die Stadt ist mitternächtlich still und dunkel.
Nur aus dem hellen Dom klingt leis' ein Lied …

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II

Nur aus dem hellen Dom klingt leis' ein Lied
klar durch die Nacht an jenes Kauzes Ohren,
ganz ungetrübt von Hupen und Motoren.
Wie schön doch Stille ist, wie exquisit!

Wie deutlich man die Kirchenfenster sieht!
Erinnerst du dich noch: "Welt ging verloren",
so ähnlich hieß der Text, "Christ ist geboren!"
Ist zwischen Einst und Heut' ein Unterschied?

Scheint nicht die Welt von heute eher schlimmer?
Der Mensch ist seinem Nächsten Wolf - noch immer.
Wie damals zählt auch heut' nur der Profit.
Die Botschaft Christi: schert sich jemand drum?
Was gilt - und wem? - das Evangelium?

Gilt's mir, der einsam durch die Gassen zieht?

 

III

Gilt's mir, der einsam durch die Gassen zieht,
dies feierliche nächtliche Geläute?
Weil ich nicht mitsing' in der großen Meute? -
War's nicht die Meute, die Ihn dann verriet,

sich für den Dieb und gegen Ihn entschied?
Verriete sie nicht ebenso Ihn heute?
Verrät sie - wenn die Welt ich richtig deute -
nicht täglich Ihn auf jeglichem Gebiet?

"Ihr könnt zugleich nicht Diener Gottes und
des Mammons sein!" Dies Wort aus Seinem Mund
brächt' viele, die dort singen, wohl zum Schweigen -
sofern sie es sich denn zu Herzen nähmen …

Doch soll ich mich an Heiligabend grämen?
Was such' ich? Gott? Mich? Schnee auf kahlen Zweigen?

 

IV

Was such' ich? Gott? Mich? Schnee auf kahlen Zweigen …
Selbst wenn ich rasch noch in die Mette ginge,
des Priesters Abschlußsegen noch empfinge:
würd' ich dadurch in Gottes Anseh'n steigen?

Ist Heucheln nicht die Haltung eines Feigen?
Wenn Gott denn ist, so will Er, daß ich ringe
mit Ihm, um Ihn, daß ich Ihn mir erzwinge;
dann läßt mich Er - Er selbst - zum Zweifel neigen.

Womöglich bin, zermürbt vom vielen Roden,
ich aber auch schon unfruchtbarer Boden
für jenes Samenkorn. Das wird sich zeigen.

Womöglich macht mich auch mein Denken blind ...
Wie war zu glauben einfach doch als Kind!
Gedanken tanzen den Dezemberreigen …

 

V

Gedanken tanzen den Dezemberreigen …
Alljährlich dem Adventsstreß auf dem Fuß
folgt heiligabend dann mein Weihnachtsblues -
als rieselte er von den Christbaumzweigen.

Indes soll grade dann ich Freude zeigen;
denn "Frohe Weihnacht!" schließlich heißt der Gruß
von Freund und Feind auf allen Billetdoux.
Es schickt just jetzt sich nicht, zum Blues zu neigen.

Und dennoch: meine Stimmung färbt sich trüber.
Ist nun ein weit'res Jahr doch bald vorüber
und ich werd' älter - was ich gern vermied'.

Es ist nur leider nichts daran zu ändern:
Die Blätter werden dünn an den Kalendern.
Das Jahr - und meine Lebenszeit - entflieht.

 

VI

Das Jahr - und meine Lebenszeit - entflieht.
Stur dreh' ich auf der Rennbahn meine Runden
und hab den Sinn noch immer nicht gefunden.
Was ist das Leben? Wirklich nur stupid?

Als Jugendlicher gibt man ihm Kredit;
es bietet ab und zu ja schöne Stunden.
Doch eines Tages ist sie dann verschwunden,
die Hoffnung, wird zumindest invalid.

Daß dieses dröge Alltags-Einerlei -
und weiter nichts! - der Sinn des Lebens sei:
die Einsicht fordert auf zum Suizid.

Das Wunder - hat an Weihnacht man den frommen
Gedanken - könnte nächstes Jahr doch kommen!
Ob "es" - nur was? - wohl nächstes Jahr geschieht?

 

VII

Ob "es" - nur was? - wohl nächstes Jahr geschieht?
Vielleicht gewinn' ich ein, zwei Millionen!?
Vielleicht wird sich mein Schuften endlich lohnen!?
Vielleicht im Plus 'mal statt im Defizit!?

Vielleicht befolg' ich, was mein Arzt mir riet!?
Vielleicht werd' ich mich wirklich besser schonen!?
Vielleicht 'mal meine Kompetenz betonen
auf meinem Lieblings- und Spezialgebiet!?

Im nächsten Jahr, da werd' ich's allen zeigen!
Da fisch' ich nicht mehr nur in trüben Tümpeln!
Das sag' ich meine Meinung laut statt leise!

Da werd' ich alles, was mich hemmt, entrümpeln
und abgeklärt sein, souverän und weise …
Hör auf, Narr, dich zur Hoffnung zu versteigen!

 

VIII

Hör auf, Narr, dich zur Hoffnung zu versteigen!
Was bist du? Nur durch Zufall auf der Welt!
Kein Glückskind, kein Genie, kein Star, kein Held!
Sei froh, wenn, die dich kennen, gnädig schweigen

und nicht enttäuscht mit Fingern auf dich zeigen.
Sie hätten sich ganz And'res vorgestellt
von dir. Was einer ist, dies Urteil fällt
der selbstbewußten Zeitgenossen Reigen.

Honor und honra - Anseh'n ist nicht Ehre.
Und selbst wenn Jener Gunst dir sicher wäre -
du würdest dennoch mehr als sie verlangen:

Als wär' da etwas noch - im Reich des Geistes -,
das alle Menschen eint. Und doch, du weißt es:
Kein Sinn ist und kein Gott. Weshalb dann bangen?

 

IX

Kein Sinn ist und kein Gott. Weshalb dann bangen?
Wenn's hochkommt, lebt der Mensch, heißt's, achtzig Jahr' -
und sieht dann, daß sein Leben sinnlos war.
Denn keiner ist dem Sterben noch entgangen.

Und alles, was er hoffend angefangen,
erlischt mit seinem Dasein offenbar.
In Kindern lebt sein Erbgut weiter zwar -
doch wollte er nicht mehr als dies erlangen?!

Und wie! Verzweifelt will er weiterleben!
Er kann sich nicht dem Tod, dem Nichts ergeben.
Und so ersann er sich ein Hoffnungslicht,
ersann sich Gott, der ihn "danach" empfängt.

Denn wozu leben, ist uns Tod verhängt?
Und wozu bauen, was ja doch zerbricht?

 

X

Und wozu bauen, was ja doch zerbricht?
Des Domes, dessen stolz die Stadt sich brüstet,
Portal ist schon seit Jahren eingerüstet.
Begangen werden darf es seither nicht.

Das Mauerwerk ist krank, hat Altersgicht
und bröckelt ab, sooft's den Wind gelüstet.
Ihr Sänger in der Kirche, wenn ihr wüßtet...!
Doch euer Blick gilt nur dem Kerzenlicht.

Gleicht diesem Krampfhaft-in-die-Flamme-Schauen
nicht auch das sogenannte Gottvertrauen?
Starrt nur auf eure Fünkchen wie gebannt!

Es kommt der Tag, da kracht es doch so laut,
daß aufgeschreckt ihr Richtung Ausgang schaut.
Was bleibt am Lebensende außer Tand?

 

XI

Was bleibt am Lebensende außer Tand?
Gern seh'n mit diesem Vanitas-Gedanken
wir Salzburgs Jedermann zum Grabe wanken.
Wer baut auf irdisch Gut, der baut auf Sand;

ist unser letztes weltliches Gewand
doch taschenlos! Wer mag da an den Banken
bloß spekulieren wie die Geisteskranken?!
Dient Mammon oder Gott man hierzuland?

Erstaunlich, wie's am Parkplatz vor dem Dom
im Streulicht nur so blitzt von teurem Chrom!
Welch Luxustroß zum Hirtenstall doch fand!

Nun ja, man reist heut' nicht mehr auf Kamelen.
Nur Nadelöhre, sonst darf nichts uns fehlen,
rein nichts - und dieser Schluß liegt auf der Hand.

 

XII

Rein nichts - und dieser Schluß liegt auf der Hand -
kann Gott an einem Tropf wie mir gefallen,
dem ketzerischsten, zynischsten von allen.
Doch rührt vielleicht daher mein Widerstand,

daß Er mich ewig auf die Folter spannt.
Seit Jahren hört Er meinen Ruf erschallen
nach Ihm und läßt ihn ungerührt verhallen -
als rief' und rennt' ich gegen eine Wand.

Nur manchmal, wenn ich zu sehr mich empörte,
ist mir, als ob ich leis' Ihn schmunzeln hörte:
"Ja, fluch mir nur und schreib ein Spottgedicht!
Letztendlich kannst du doch nicht von mir lassen."

Wenn es Ihn gäbe, müßte ich Ihn hassen.
Mich meint das "Freue dich" vom Dom her nicht.



XIII

Mich meint das "Freue dich" vom Dom her nicht.
Worüber sollt' ich mich an Weihnacht freuen?
Es muss Gott selbst doch mittlerweile reuen,
was abgeht hier! Wo bleibt sein Strafgericht?

Hat längst dort droben Er die Übersicht
verloren? Überließ Er allzu scheuen
Schulengelein die Erde zum Betreuen?
Fühlt "Vater unser" keine Aufsichtspflicht? -

Da fängt die Orgel nochmals an zu dröhnen,
bestürmt mein Ohr mit jenen Himmelstönen,
die einst, weit fern, ins Kinderherz mir drangen.

Die Kirchentür geht auf, Glanz strahlt heraus,
als wohnte wahrlich Gott in diesem Haus.
Schneit's doch? Ich spüre Feuchte auf den Wangen …

 

XIV

Schneit's doch? Ich spüre Feuchte auf den Wangen …
Wie hieß das? "Tönet fort, ihr Weihnachtslieder!
Die Träne quillt mir alle Jahre wieder"?
Nun strömen sie heraus, die Menschenschlangen.

Was bin ich eigentlich hierher gegangen?
So volle Kirchen sind mir doch zuwider!?
Jetzt leert sie sich. Die Kerzen brennen nieder.
Vorbei die Mette. - Oder angefangen?

Was hat mich plötzlich zu den Kindertagen -
das Kripplein dort vielleicht? - zurückgetragen?
Der Duft von Weihrauch und von Tannenzweigen?

Als ich hinausgeh', ist die Kirche leer;
am Parkplatz auch kein Mensch, kein Auto mehr.
Die Stadt liegt still in tiefem Weihnachtsschweigen.

 

XV

Die Stadt liegt still in tiefem Weihnachtsschweigen;
nur aus dem hellen Dom klingt leis' ein Lied.
Gilt's mir, der einsam durch die Gassen zieht?
Was such' ich? Gott? Mich? Schnee auf kahlen Zweigen?

Gedanken tanzen den Dezemberreigen.
Das Jahr - und meine Lebenszeit - entflieht.
Ob "es" - nur was? - wohl nächstes Jahr geschieht?
Hör auf, Narr, dich zur Hoffnung zu versteigen!

Kein Sinn ist und kein Gott! Weshalb dann bangen?
Und wozu bauen, was ja doch zerbricht?
Was bleibt am Lebensende außer Tand?

Rein nichts - und dieser Schluß liegt auf der Hand!
Mich meint das "Freue dich" vom Dom her nicht.
Schneit's doch? Ich spüre Feuchte auf den Wangen ...

Angelika Diem
Winterhaiku

Die weißen Wipfel
haben das Tal fast erreicht
in nur einer Nacht.

***

Lockende Beeren
vertrocknet am kahlen Zweig
zwischen den Dornen.

***

Kein weißes Tuch
über der weichen Krume
schwer sind die Schritte.

***

Knirscht da jemand
mit morschen Zähnen? Doch nein,
es war das Eis am Bach.

*********
 

Angelika Diem
Verschneite Birke

All der Birke zarte Zweige
tragen eine schwere Last
weiß umhüllt in edler Neige
auch der allerkleinste Ast.

Hat die Sonn‘ ihr Haupt erhoben,
funkelt‘s hell wie Morgentau
Wolken aus Kristall gewoben
in des neuen Morgens Blau.

Birke im Winterkleid
Foto: Erich Keppler / pixelio.de

Michaela Daniel
Stille Winterzeit

Der Wind bläst übers Land 
als Winterbote vorausgesandt. 

Die Spitzmaus zwischen Wies´ und Feld 
hat letzten Körnern nachgestellt. 

Nase rümpfend wird ihr klar 
der Winter ist schon ziemlich nah. 

Holt Eicheln, Nüsse in ihr Haus 
will auch gern einen guten Schmaus. 

Dem Winter gibt es kein Entrinnen 
man kann sich auf sehr viel besinnen. 

Machen wir´s dem Mäuslein gleich 
und träumen uns ins Winterreich. 

Besinnung auf die stille Zeit 
auf Weihnacht - friedvoll und verschneit. 

 

 

Michaela Daniel
Schneeflöckchenreise

Am Wolkenbahnhof losgeschickt, 
die Wägelein sind gut bestückt 
mit weißer Himmelsspeise 
beginnt die große Reise. 

Kinderaugen schau´n nach oben 
sehen die vielen Flöckchen toben, 
die durch´s Funkeln dieser Augen 
sich mit Glitzern noch vollsaugen. 

Im schnellen Tempo geht´s nach unten, 
wo die Kinder schon mit bunten 
Schlitten auf die Pracht sich freu´n 
und sich überhaupt nicht scheu´n. 

Während dann die "großen Kinder" 
absolut nicht wenig minder 
in Gedanken schön befrackt 
träumen im Schneewalzertakt. 

V F
Estrella de Canela

Ein Stern verirrte sich bei Nacht
und Nebel, sank auf Daunen
ins Traumgemach - aus Zimt erdacht.
Ach, wär ich niemals aufgewacht!
Doch stupste mich ein Staunen.

Aus allen Wolken fiel ich sacht
ins mondgeküßte Kissen,
um Daunentraum und Schlaf gebracht,
als hätte mir ein Stern gelacht
ins schmunzelnde Gewissen...

Bienenwachskerze hinter Zimtsternen
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ingrid Herta Drewing
Weihnachtsgedanken

Es mag nicht sein, dass dies nur Ritual,
das festlich kurz des Alltags Grau durchbricht,
ein Träumen nur im Glanz des Kerzenlichts,
üppig bedacht, die Gans zum Festtagsmahl.

Es gilt, die Liebe, die uns ward, zu schenken,
dem Nächsten, der uns braucht, auch übers Jahr.
Mit wachem Blick zu sehen und zu denken,
die Fackel sein, im Dunkeln leuchten klar.

Das heißt, zu schützen diese schöne Erde,
den Schwachen helfen, auch in Leid und Not,
damit die Welt geeint und friedlich werde,
und jeder habe dann sein täglich’ Brot. 
 

 

Ingrid Herta Drewing
Der erste Schnee

Juchhe, juchhe, der erste Schnee!
Kommt, lasst uns einen Schneemann bauen!
Im Garten soll er stehen, schauen,
wie schnell wir schlittern auf dem See.

Zuerst der Bauch, gerollt die Kugeln
aus Schnee, die Brust und dann der Kopf!
Komm, Peter, lass jetzt ’mal das Googeln
und hol’ als Hut den alten Topf!

Die Möhre wird ’ne schöne Nase,
Kastanien werden Augenglut,
gesammelt zwar für Reh und Hase,
als Knöpfe sind sie auch recht gut.

Zum Schluss noch einen Tannenzweig;
das wird ein Weihnachtsbäumchen sein,
dass er sich richtig festlich zeig’,
in seinen Arm passt es hinein. 

Jürgen Feger
Der Weihnachtsmann und die Fee

Seht nur diesen Weihnachtsmann,
wie er kaum noch laufen kann.
Schleift den Sack, der wohl zu schwer,
hinter sich seit Stunden her.
Müde stampft er durch den Schnee,
sieht dann plötzlich eine Fee
von den Tannenwipfelzweigen
flockig zu ihm runtersteigen.
Und die sprach zum Weihnachtsmann:
„Sag, wie ich dir helfen kann!
Darfst um einen Wunsch mich bitten!“
„Gut, dann wünsch’ ich mir `nen Schlitten!“
„Rotmetallic! Meine Liebe!
Und mit 5-Gang-Schaltgetriebe,
möglichst 150 Spitze,
Alukufen, Renfellsitze,
Wegfahrsperre, Schiebedach,
Radio und Kassettenfach,
Endverstärker (nur von Sony!),
Interieur aus Mahagoni,
chromveredelt, wenn’s genehm -
und Navigationssystem,
Sackraum, Doppel-Airbag bitte
hinten, vorne, in der Mitte,
Fernbedienung, Servolenkung,
Spiegelautomatikschwenkung,
ABS und ESP! –
So, das wär mal alles, Fee!“
Schwupp! Da ward – was für ein Tor –
der Sack so schwer wie nie zuvor.

Jürgen Feger
Der Wunschzettel

»Papi! Ich hab’ in einem Buch gesehen,
dass Wünsche nur dann in Erfüllung gehen,
wenn man sie kurz vor der Weihnachtszeit,
ganz deutlich auf einen Zettel schreibt.

Den fest verschlossen in einem Kuvert
(weil so’n Wunsch ja was geheimes wär’),
auf einen Fenstersims legt oder vor die Tür,
bis ihn das Christkind, ja so glaube mir,

rasch holt und leise zu sich nimmt.
Du Papi! Wenn das wirklich stimmt,
dann hätte ich gerne, bin mal so frei,
einen Zettel in Größe DIN A 3!«

Lesender Weihnachtsmann vor Tannenbaum
Foto: Ruth Rudolph /pixelio.de

Petra Friedel
Heiligabend

Der Abend naht mit schnellen Schritten,
schon schleicht die Dämmerung ums Haus.
Und vor dem Tor der alte Schlitten
sieht stillvergnügt und müde aus,

als wollte er mir gleich erzählen
wie schön sein Tag doch heute war!
Das Jubeln kleiner Kinderseelen
scheint noch zu klingen, hell und klar.

Ganz sacht und leis‘, in dicken Flocken,
legt weiße Unschuld sich aufs Land,
es tanzen Sternchen, die frohlocken:
Du bist im Winterwunderland!

Die Häuserfenster, eins ums and’re,
erhellt nun Kerzenlicht- und dann,
indes ich durch die Gassen wand’re,
fängt tief im Herzen Weihnacht an.
 

 

Petra Friedel
Weiße Weihnacht

Stumm liegt der See. Und kleine Flocken schweben
zur Erde nieder, decken sie ganz leis'
mit Unschuld zu. Im tiefverschneiten Weiß
erzählen zarte Spuren. Wollen sich verweben

zu Träumereien, die an Orten
wie diesem mir vom Winterschlaf erzählen;
als kuschelten sich tausend kleine Seelen
im Tief der Bäume an des Frühlings Pforten.

Von fern seh' ich das Dorf im Kerzenglanz erstrahlen.
Die Luft ist klar, die Dämmerung zieht auf.
Und während ich dem Licht entgegenlauf,
will mir dies' stille Glück die Weihnacht malen.

A.Frühauf
Wenn…

… vom Nordwind missgestimmt
Kalter Regen Form annimmt
Und beginnt, recht fest zu liegen,
Lichtkaskaden Tannen biegen,
Jedes Fenster frisch geputzt
und mit Schmuck zurecht gestutzt,
Kinderaugen selig strahlen,
Schneemänner mit Möhren prahlen,
Striezel-Märkte hell erglühn,
Glühweintrinker weiter ziehn,
ARGE-Weihnachtsmänner schwitzen,
Frauen durch die Läden flitzen,
sichs Kätzgen träge streckt,
ihre Maus nach Zimtstern schmeckt,
Misteln nur zum Küssen locken,
Alle gern am Ofen hocken,
Jedes Glöckchen hell erklingt
Und von Rauschgoldengeln singt,
Düfte durch die Gassen schweben
Pflaumentoffel wieder kleben;
Omi auf dem Wühltisch wühlt,
Hausfrau ihre Stirne kühlt;
alle sich an Stollen laben,
und Poeten Kopfweh haben-
Dann... ist Eines ganz gewiss-
Dass mal wieder Weihnacht ist.

A. Frühauf
Hoffnung

Erster Schnee schwebt hin zu Erde, 
deckt die Welt mit Stille zu.
Und der Schäfer treibt die Herde
heim, zur wohlverdienten Ruh.

Nur der Frost poliert beflissen
mancherlei Planetenlicht,
bauscht dem Mond ein weiches Kissen
und umkränzt sein Angesicht

Tannenzweige tragen Kerzen,
zieren Gräber, Hof und Haus.
Freude stiehlt sich in die Herzen:
Sahst du ihn, den Nikolaus?

Bald verglimmen die Laternen.
Hoffnung wärmt und füllt den Raum,
flüstert Wünsche zu den Sternen,
Weihnachtswunderkindertraum.

Zwei weiße Engelchen im Adventsgesteck
Foto: Rike / pixelio.de

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