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Plötzlich kam ihr eine Idee, ein Tag so ganz in Familie, so ganz ohne Störung, das wäre etwas Schönes, wie lange hatten sie sich das nicht mehr gegönnt. Damals als die Kinder klein waren, war es etwas anderes, aber heute… Ihre Großen gingen ihre eigenen Wege, nur das Nesthäkchen war noch um sie herum, aber es gestaltete sich auch den Tag nach seinen Wünschen. In ihren ersten Ehejahren hatte Jochen sie auch ab und zu bekocht. Er konnte gut kochen, hatte es sich aber im Laufe der Jahre abgewöhnt. Das wäre etwas, dachte Katja wieder, ein Tag ohne jede Störung von außen nur in Familie.

So nahm sie den Stift zur Hand und schrieb, ich wünsche mir:

Der erste Feiertag ist Familientag!

Karen bereitet zu acht Uhr ein festliches Frühstück.

Paula übernimmt die Planung für den Spaziergang nach dem Frühstück, den die ganze Familie gemeinsam unternimmt.

Jochen kocht das Weihnachtsmenü

Susen bereitet den Spielenachmittag vor

Als Katja am Abend der Familie den Wunschzettel hinlegte staunten sie nicht schlecht. „Aber Mutti wir wollten dir etwas schenken“ oder „Muss das sein, ich habe mich schon mit meinen Freunden verabredet“, waren Sätze die Katja zu hören bekam. Desto näher das Weihnachtsfest rückte, desto ruhiger und ausgeglichener wurde ihre Familie. Jochen freute sich aus kochen, Paula war mit Begeisterung bei der Planung des Vormittags und ihr Jüngster hatte bereits seine alten Spiele hervorgeholt, die keiner mehr ansah in letzter Zeit und freute sich schon auf den Nachmittag.

Als die Familie am ersten Feiertag beim Abendbrot saß, das Katja liebevoll zubereitet hatte, waren alle voll Lobes über diesen Tag. „Das war der beste Wunschzettel, den du seit Jahren geschrieben hast“, stellten sie einmütig fest.

 

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Da, plötzlich, fiel ein Mondstrahl auf sein Bett und eine Stimme sprach „Komm, Tim, steig auf, ich bringe dich zum Weihnachtsstern!“ Tim rieb sich die Augen. Wachte oder träumte er? Da sprach die Stimme ein zweites Mal „Nun komm schon, ich kann nicht ewig warten“. „Wer bist du?“ fragte jetzt der Junge. „Siehst du mich denn nicht, ich bin ein Mondstrahl! Nun steig schon auf, ich kann dich tragen.“ Nun wollte Tim nicht länger warten, schnell setzte er sich auf den Mondstrahl und los ging die Reise. Vorbei am großen Wagen, an der Milchstrasse und am alten Vater Mond bis hin zu einem großen Stern, dem Weihnachtsstern. Tim hielt sich ganz fest, denn die Fahrt ging rasend schnell. Als der Mondstrahl Tim auf dem Weihnachtsstern absetzte, war er im ersten Moment wie benommen. Strahlende Helle umgab ihn, dass er sich geblendet fühlte. „Du wolltest wissen ob es mich gibt“, sprach eine Stimme zu Tim. „Ja“, antwortete dieser etwas schüchtern. „Nun siehst du, dass es mich gibt! Komm setz dich, ich will die eine Geschichte erzählen“, fuhr nun freundlich der Stern fort.

Gerne kam Tim der Aufforderung nach. Alles war hier so kuschelig weich und warm wie in seinem Bettchen, nur viel, viel schöner. „Vor zweitausend Jahren, war ich ein Stern wie jeder andere“, begann der Weihnachtsstern zu erzählen „Gott Vater ging von Stern zu Stern den Himmel entlang.  „Ich habe eine besondere Aufgabe für einen von euch“, sprach er. Als er uns alle gesehen hatte, erwählte er mich.  „Ich werde meinen Sohn auf die Erde senden und du sollst es aller Welt anzeigen. Du wirst ab sofort ein ganz besonderer Stern sein – der Weihnachtsstern. Dein Glanz wird hell zur Erde strahlen, dass die Menschen dich sofort erkennen werden.“ So bekam ich meine Aufgabe“.

Der Stern erzählte noch weiter, von der Geburt des Jesuskindes, von den Hirten die ihn sahen und von den drei heiligen Königen, die ihm folgten. Aufmerksam hörte Tim ihm zu. „Jetzt weiß ich, dass es dich gibt“, sagte er freudig, als der Weihnachtsstern seine Erzählung beendet hatte. „Danke, dass ich dich besuchen durfte.“

„Jedes Jahr in der Weihnachtszeit erfülle ich einem Kind diesen Wunsch“, erzählte der Stern.
„Für dich wird es nun Zeit zur Erde zurück zu kehren. Bald ist die Nacht vorüber. Eine Bitte habe ich noch an dich. Erzähle allen Kindern auf der Erde von mir und von der wahren Weihnachtsgeschichte.“ Gerne versprach es Tim und setzte sich auf den Mondstrahl der gerade vorüber kam, so war er bald darauf wieder in seinem Bettchen.

Als am morgen die Mutti ins Zimmer trat waren Tim´s erste Worte: „Mutti darf ich dir die Weihnachtsgeschichte erzählen?“ Die Mutti lächelte und meinte: „Gerne Tim, heute Abend unter dem Tannenbaum.“

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