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Weihnachtsmotiv Winterliche Landschaft - Beleuchtetes Haus -  Heller Stern
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Hochzeitspaar am Waldweg
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Brautstrauß an Bank befestigt
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Hochzeitsfoto - Hände strecken sich entgegen
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Gitarre und Notenzeile
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Noten und Notenschlüssel, Schriftzug Music
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Klavier und Noten - Muik-Collage
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Osterhasen-Paar mit Osterei
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Oster-Dekoration mit Osterhäschen
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Oster-Dekoration 2 Osterhasen und Schäfchen
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Zarte Oster-Dekoration mit Ostereiern in Nestern
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Oster-Dekoration mit gelbem Osterei im Nest und Tulpen
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Oster-Dekoration mit Federn und Bändern geschmücktes Osterei
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Bunter Oster-Strauß mit Ostereiern und Schleifen
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Oster-Dekoration mit Plüschhäschen
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Ostern - Nest mit Krokuss und Ostereiern
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Blumenstrauß lilafarben
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Blumen-Bouquet rosa-weiß
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Blumenstrauß mit Gerbera rosa-lila
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Blumenstrauß gelb-weiß
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Blumen-Gesteck mit Sonnenblume
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Rosenstrauß gelb
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Oster-Dekoration mit bunten Eiern und Blüten
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Kleines Häschen mit gelben Blüten in einem Körbchen
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Bunter Oster-Stecker zwischen rosafarbenen Blüten
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Erpel am Seeufer
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Sonnenuntergang über Feld
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Eichelhäher
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Blütenzweig weiß
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Blütenzweig
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Weißer Blütenzweig
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Sommerlandschaft
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Blick durch Baumgeäst auf einen See
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Sommerlandschaft - im Vordergrund Mohnblumen
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Gelb-brauner kleiner Falter
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Lilafarbene Blüte
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Schwebfliege an Blütenstempel
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Rotkehlchen
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Sonnenuntergang
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Exotischer Falter auf ausgestrecktem Finger
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Kornblumen, roter Mohn und Margeriten im Kornfeld
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Sandstrand, Meer und wolkiger Himmel
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Sommerblumen Sonnenhut rosafarben
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Zwei Schwäne
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Zitronenfalter an roter Blüte
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Eisvogel mit Fisch im Schnabel
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Beim Metzger war es voll, die Leute ungeduldig und Elfriede war froh, als sie wieder auf der Straße stand. Kalt war es. Sie legte das Fleischpaket in ihre große Handtasche und zog ihre Handschuhe wieder an. Eine Schneeflocke verfing sich in ihren grauen Haaren. Elfriede wanderte vorbei an hell erleuchteten Fenstern, die mit Sternen geschmückt waren. Sie hörte, dass es von der Kirchturmuhr dreimal schlug. „Jetzt bin ich schon fast eine Stunde spazieren gegangen, obwohl ich es nicht wollte“, dachte sie. Und seltsamer Weise schlicht sich etwas in ihr Herz, dass sich nach Weihnachten anfühlte. Ein Gefühl, dass sie so lange vermisst hatte.

Als Elfriede aufblickte, stand sie vor einer weit geöffneten Kirchentür. Ein warmes helles Licht strömte von innen nach außen. Wie war sie hierhergekommen? War es Zufall oder waren ihre Schritte gelenkt worden? Elfriede erkannte die Kirche wieder. Hier waren sie und Johann als junge Leute getraut worden. Hier hatte sie unter Tränen von Johann Abschied genommen und sie hatte das Gefühl gehabt, hier würde ihr Leben enden, denn ein Leben ohne Johann war für sie kein Leben mehr. Seitdem war sie nie mehr hier gewesen. Wie im Traum blickte sie in die hellen Lichtstrahlen, die sich in den Kirchenstufen spiegelten. „Kommen Sie doch herein“, riss eine freundliche Stimme sie aus ihren Gedanken. Sie gehörte einem älteren Herrn, der in der offenen Kirchentür stand. „Gleich ist hier ein Weihnachtsgottesdienst.“ Der Herr machte eine einladende Geste mit seiner Hand. Elfriede zögerte einen Augenblick. Warum eigentlich nicht? Es war an der Zeit, mit dem Gott Frieden zu schließen, den sie für ihre Einsamkeit und ihre verlorene Liebe verantwortlich machte. „Manchmal braucht es nur einen Schritt und alles ändert sich“, sagte der ältere Herr, als habe er ihre Gedanken erraten. Still saß Elfriede im Gottesdienst, leise sang sie die Lieder mit und ertappte sich dabei, dass sie nach langer Zeit wieder betete. Sie fühlte „Weihnachten“ und es fühlte sich heilend an.

Nach  dem Gottesdienst sprach der ältere Herr sie an. Er reichte ihr seine Hand und stellte sich vor. „Ich heiße Martin Ziegler und würde Sie gerne im Kirchenkaffee zu einem warmen Getränk einladen. Sie sind doch auch alleine, nicht wahr?“ „Sieht man mir das an?“ fragte Elfriede mit einem feinen Lächeln. „Ja“, sagte Martin Ziegler. „Uns Zurückgelassenen“ sieht man das an.“ Als sie das Kirchenkaffee betraten, stelle Elfriede erstaunt fest, dass es dort noch mehr „Zurückgelassene“ gab. Elfriede war froh, dass sie sich so schick gemacht hatte und fühlte sich auf einmal wieder richtig lebendig. Martins gute Art gefiel ihr und sie gefiel Martin, das sah sie in seinen Augen. Als sie einander die Hand zum Abschied gaben, hatten sie längst ihre Adressen ausgetauscht. Elfriede nahm ihre Handtasche vom Boden auf und der Verschluss öffnete sich. Sie entdeckte die schon vergessene Metzgertüte mit dem Weihnachtsbraten. Langsam schloss sie ihre Tasche, dann nahm sie all ihren Mut zusammen und sagte: „Herr Ziegler, haben Sie Lust mit mir den Heiligen Abend zu verbringen? Wir „Zurückgelassenen“ könnten zusammen kochen. Der Braten, den ich gekauft habe, reicht mühelos für zwei und eine Flasche Wein findet sich sicher auch noch.“ Martin Ziegler nickte strahlend, reichte ihr galant seinen Arm und Elfriedes Herz machte vor Freude einen Hüpfer.

In Elfriedes altem Portemonnaie lächelte Johann auf seinem Foto still vor sich hin. Die Träne war längst getrocknet. Er gönnte seiner Elfriede dieses Fest nach langer Trauer und ein neues glückliches Leben dazu.

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