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Alltagsgedichte - Besinnliche und heitere Gedichte

Alltagsgedichte - Besinnliche und heitere Gedichte, vorwiegend in klassischer Form zu verschiedenen Themenbereichen des alltäglichen Lebens.

Burgruine
Foto: Fotoworkshop4You / pixabay.com
Alte Gleise
Foto: Fotoworkshop4You / pixabay.com
Brücke über Fluss in Berglandschaft (Schweiz)
Foto: Fotoworkshop4You / pixabay.com

Besinnliche und Heitere Gedichte von A - H


Glück
ist ein Lächeln
das, im Herzen wurzelnd,
seine Blüten entfaltet,
die, mit ihrem Duft,
deine Tage verzaubern ...

(c) Anita Menger

Einer von Vielen

© Anita Menger

Er hat den Terror hinter sich gelassen
und seine Wurzeln mit gezieltem Schnitt
gekappt. Verzweiflung trieb ihn zu dem Schritt
als Flüchtling seine Heimat zu verlassen.

All sein Erspartes hat er ausgegeben,
für Sicherheit und Frieden im Exil.
Noch unbekannt ist ihm sein fernes Ziel,
wird es für ihn dort eine Zukunft geben?

Nach langer Irrfahrt, scheinbar angekommen,
trifft er auf Menschen, die ihm fremd noch sind,
mitunter freundlich und ihm wohlgesinnt,
doch längst nicht alle heißen ihn Willkommen.

Er muss auch hier noch immer wachsam sein,
nicht nur im Traum holt ihn der Terror ein ...

Bank im Grünen
Foto: Privat
Ruderboot am Seeufer
Foto: Verena N. /pixelio.de
Sukullente rosafarben
Foto: Peter Grünfelder / pixabay.com

Abendschimmer
(c) Anita Menger

Noch eben stand Prinz Lenz im Zimmer.
Das Bild verblasst und dir wird klar:
Der Glanz verweht, bleibt nicht für immer.
Zu Ende neigt sich Jahr um Jahr.
Gen Süden zieht die Vogelschar.
Doch golden strahlt im Abendschimmer
was wirklich von Bedeutung war.

Die Welt ist bunt
(c) Anita Menger

Die Welt ist bunt! - Ich singe frohe Lieder
auch wenn am Waldrand dunkle Schatten stehn.
Ich zwing die Angst, die in mir hoch kommt, nieder.
Muss ich der Wahrheit auch ins Auge sehn,
darf meine Hoffnung doch nicht untergehn.

Die Welt ist bunt, die Welt ist wunderschön!

Oede Landschaft - in Glaskugel blühende Wiesen
Bild (c) Karin Blomberg

Heile Welt
© Anita Menger 2014

Eingeigelt, glasversiegelt:
Schöne, heile Welt.
Grüne Wiesen, Blumen sprießen,
nicht ein Tropfen fällt.
Blauer Himmel, Sonnenschein.
Röslein, warum gehst du ein?

Angekommen
(c) Anita Menger

Der Frühlingswind es lockend sang
und als das Sehnsuchtslied erklang
erwachte mein Verlangen.
Ein unbestimmtes Sehnen nur,
nicht klar erkennbar war die Spur,
doch hielt es mich gefangen.

Es trieb mich fort - von Ort zu Ort,
war auf der Suche immerfort,
im bunten Frühlingsreigen.
Auch als der Frühling Abschied nahm
ich lange nicht zur Ruhe kam,
die Sehnsucht wollt nicht schweigen.

Versunken sitz ich neben dir.
Der Herbstwind tobt, doch wurde mir
die Unrast längst genommen.
Ich drücke zärtlich deine Hand.
In dem Moment als ich dich fand,
da bin ich angekommen.

Landschaft mit Hütten im Nebel - Herbststimmung
Foto: Gellinger / pixabay.com

Ein letztes Mal
(c) Anita Menger

Ein letztes Mal geh ich durch diese Räume,
an meiner Seite die Vergangenheit.
In jeder Ecke flüstern unsre Träume.
Ich bleibe stehen, denk mit Zärtlichkeit

an all die Jahre die wir hier verbrachten.
Wir hatten es bestimmt nicht immer leicht.
Und doch, wenn unsre Kinder fröhlich lachten
hat uns das Wenige zum Glück gereicht.

Sie sind inzwischen ihren Weg gegangen.
Das Schicksal führt auch uns heut fort von hier.
Es ist nicht leicht noch Neues anzufangen.

In diesen Zimmern bleibt ein Teil von mir.
Die kahlen Wände seufzen leis: „Vergangen!“
Ein letztes Mal geh ich durch diese Tür.

Eine Spur von Salz
(c) Anita Menger

Gehst hinaus ans Tageslicht,
wehrst den Schatten dieser Nacht.
Deine Tränen sieht man nicht,
weil dein Mund, wie immer, lacht.
An den Wimpern allenfalls
hängt noch eine Spur von Salz.

Abschied
(c) Anita Menger

Mir ist´s als wärst gerade du geboren,
noch kaum verklungen ist dein erster Schrei.
Dein Lachen war Musik in meinen Ohren,
die Jahre gingen viel zu schnell vorbei.

Schon bist bereit du deinen Weg zu gehen.
Nimmst mutig in die Hände dein Geschick.
Ist auch der Weg ein Stückweit nur zu sehen
du strebst voran mit hoffnungsvollem Blick.

Es bleiben offen noch so viele Fragen,
was hält das Schicksal wohl für dich bereit?
Nur eins weiß ich mit Sicherheit zu sagen,
du bist willkommen hier zu jeder Zeit.

Mein Herz begleitet dich auf allen Wegen:
Ich wünsch dir Glück mein Kind und Gottes Segen!

Ein Lächeln
(c) Anita Menger 

Ein Lächeln hab ich aufgefangen,
so mitten im Gedränge.
Kaum sah ich´s war der Mensch gegangen,
verschwunden in der Menge.

Doch dieses Lächeln blieb bei mir,
es wärmt mich, macht mich heiter.
Als Gruß schick ich es nun zu dir,
schenk du es fröhlich weiter.

Rotes Haus in den Schweizer Bergen
Foto: Fotoworkshop4You / pixabay.com
Landschaft - Glaskugel Spiegelung, die Welt steht Kopf
Foto: Fotoworkshop4You / pixabay.com
Kirche auf einem Berg
Foto: Fotoworkshop4You / pixabay.com

Für alle Zeit
(c) Anita Menger

Dein herzliches Lachen,
der strahlende Blick.
Ein kurzer Augenblick
vertrauter Zärtlichkeit.

Herzverwahrt - für alle Zeit!

Heimat
(c) Anita Menger

Der Weg, der deine Schritte kennt,
das Licht, das hinter Fenstern brennt
und dir die Richtung weist.
Die Menschen, die dich froh erwarten,
der kleine, einst so große, Garten,
der dich Willkommen heißt ...

Um knorrig alte Kletterbäume,
den Hütern deiner Kinderträume,
weht lau der Wind, der dir erzählt
was einst dein Kinderherz gequält.
Doch viel mehr noch von frohem Lachen,
von „Fang mich doch!“ und bunten Drachen,
vom Schneemann, den du stolz gebaut.
„Zu Hause!“ klingt so lieb vertraut …

Warst du auch lange nicht mehr hier,
du weißt man öffnet dir die Tür
und nimmt dich in den Arm.
Verlässt du morgen diesen Ort,
bleibt Heimat dir kein leeres Wort,
nur sie hat diesen Charme …

Auf der Suche nach dem Glück
(c) Anita Menger

Auf der Suche nach dem Glück
schaut man manchmal auch zurück,
fragt sich: Hab ich es verpasst,
war es etwa mein schon fast?

Ein vergeblich Unterfangen,
denn die Zeit sie ist vergangen.
Schau nach vorne, nicht zurück,
auf der Suche nach dem Glück.

Erinnerungen
(c) Anita Menger

Das Werk der Spinnen hing in allen Ecken,
auf diesem Speicher war ich lang nicht mehr.
Als Kinder spielten wir dort gern Verstecken,
doch meine Kindheit ist schon lange her.

Zwei alte Truhen standen hier, vergessen
wie das Klavier dort hinten an der Wand,
das Schaukelpferd, auf dem ich oft gesessen,
und auch mein Lieblings-Teddy, den ich fand.

Vergilbte Fotos, Menschen ohne Namen.
Wer lachte hier dem Fotografen zu?
Das große Bild in dem antiken Rahmen,
ich sah es an: Ja Oma, das warst du!

Ich blieb sehr lange oben auf dem Speicher
und fühlte mich danach um vieles reicher.

Herbstlicher Sonnenuntergang
Foto: Günther Gumhold / pixelio.de
Pappeln am Abend - Sonnenuntergang
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Ähren im Abendlicht
Foto: Günther Gumhold / pixelio.de

Ein altvertrautes Lied
(c) Anita Menger

Ein altvertrautes Lied erklingt,
das dir Erinnerungen bringt.
Die Sehnsucht nimmt dich an der Hand,
entführt dich in das Gestern-Land,
wo Wehmut zarte Fäden spinnt.
Ein bittersüßer Traum beginnt.

Auf Schäfchenwolken
(c) Anita Menger 

Auf Schäfchenwolken reitend
umrunde ich die Welt.
Ich geb ihr meine Farben,
tu nur was mir gefällt.

Spring lachend in die Pfützen
und tanze mit dem Wind.
Flieg mit dem stolzen Adler,
bin glücklich wie ein Kind.

Geh in Paris spazieren.
Im Frühlingssonnenschein
sitz ich mit meinem Herzblatt
verliebt am schönen Rhein.

Selbst in der Wüste Gobi
umgibt mich Rosenpracht.
Wenn ich es will, dann seh ich
das Morgenrot zur Nacht.

So wird auch der November
zum Wonnemonat Mai.
Denn in Gedanken bin ich
von allen Zwängen frei.

Damit das Glück …
(c) Anita Menger

Vom Pech verfolgt
seit Jahren schon,
es lässt dich nicht mehr los.

Das Glück es läuft
dir stets davon,
fällt nicht in deinen Schoß.

Straffst Schultern du
und hebst den Blick,
schon schlägt das Schicksal zu.

Und wieder heißt´s:
Ein Schritt zurück!
Du kommst noch nicht zur Ruh.

Doch bleibt von dir
nichts unversucht,
du fängst von vorne an.

Damit das Glück,
falls es dich sucht,
dich sicher finden kann.

Danke
(c) Anita Menger

Danke für die starken Hände,
die ihr helfend mir gereicht.
Dass ihr auch in schweren Zeiten
nicht von meiner Seite weicht.

Danke für das warme Lächeln,
das mich hier Willkommen heißt.
Für die, wenn auch bittre, Wahrheit,
die den rechten Weg mir weist.

Danke für so viele Dinge,
die ich kaum benennen kann.
Für den Frohsinn und das Lachen
auch für Tränen – dann und wann.

Dafür, dass ich euch gefunden
dank ich Gott in stillen Stunden.

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